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Erneut Kundgebung gegen NPD-Veranstaltung

Diesmal lädt die NPD am 27.08.07 ins Rathaus Treptow zu einer öffentlichen Veranstaltung ein

Die NPD führte bereits am 30. Juli in Köpenick eine ähnliche Veranstaltung in Räumen des Bezirkes durch. Ca. 150 Bürgerinnen und Bürger protestierten lautstark gegen die rechtsextreme Versammlung. Am 27. August laden die drei NPD-Bezirksverordneten nun in das Rathaus Treptow ein. Auch gegen diese Veranstaltung der Rechtsextremen wollen demokratische Akteure des Bezirkes ihren Protest zum Ausdruck bringen.

Das Antifabündnis Südost, VVN/BdA, Die Linke. Treptow-Köpenick sowie Alexander Freier von der SPD-Treptow-Köpenick rufen deshalb zu einer Gegenkundgebung auf. Diese findet um 18 Uhr vor dem Rathaus Treptow statt.

Wir dokumentieren hier beide Aufrufe, zunächst den von Alexander Freier (SPD):

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Genossinnen und Genossen,
liebe Leserinnen und Leser,

am 27. August 2007 ab 19.00 Uhr plant die NPD eine Veranstaltung im großen Saal des Rathaus Treptow in der Neuen Krugallee 4.

Die Treptow-Köpenicker NPD-Fraktion, besteht aus dem Bundesvorsitzenden der NPD, Udo Vogt, dem Landesvorsitzenden Eckart Bräuniger und dem bekennenden Monarchisten Fritz Liebenow.

Die NPD will aus ihrer Arbeit in unserer BVV berichten und außerdem darlegen “warum Deutschland nationale Politik braucht”.

Wie ihr alle wisst, agiert die NPD offen antisemitisch, rassistisch, homophob und menschenverachtend. Sie macht keinen Hehl aus ihrer Nähe zum Nationalsozialismus und erklärt offen, die Demokratie abschaffen zu wollen. Nach eigenen Angaben soll Germania von Treptow-Köpenick aus erschaffen werden.

In der BVV zeigt die NPD häufig ihr wahres Gesicht. So lehnte sie die Kenntnisnahme des Haushaltsentwurfes ab, da in ihm auch Ausgaben für Menschen enthalten sind, die hier in unserem Bezirk im Asyl leben. Auch stellte die NPD einen Antrag, in dem die “Ausländerbeauftrage” zur "Beauftragten für Ausländerrückführung“ gemacht werden sollte.

Diese Politik ist nicht nur lächerlich, sondern auch gefährlich. Deswegen sind alle demokratischen Kräfte dazu aufgerufen, aktiv gegen diese Partei vorzugehen.

Ich bitte euch deshalb, vor Ort gegen diese Veranstaltung zu protestieren.

Wann: Mo. 27. August ab 18.00 Uhr
Neue Krugallee 4
Bus 166, 167, 265
oder zu Fuß von S Plänterwald mit der S8, S9 oder S85

Viele Grüße
Alexander Freier
Jugendpolitischer Sprecher der SPD BVV-Fraktion

Im Folgenden der gemeinsame Aufruf von Die Linke. Treptow Koepenick, Antifabündnis Südost und VVN/BdA:

Kundgebung gegen NPD-Veranstaltung
im Rathaus Treptow

Am 27. August 2007 plant die NPD eine Veranstaltung im großen Saal des Rathaus Treptow in der Neuen Krugallee. Die Treptow-Köpenicker NPD-Fraktion, bestehend aus den Bundes- und Landes-Vorsitzenden Udo Voigt und Eckart Bräuniger und dem weniger bedeutenden Fritz Liebenow, möchte erklären „warum Deutschland nationale Politik braucht“. Der Vorstand, wie auch die Basis der NPD, sind ideologische
Nationalsozialisten. Ihr Politikverständnis ist nicht neu, sondern von der NSDAP abgekupfert. Der Grund für das nicht immer offene Bekenntnis zum NS, ist die drohende Strafverfolgung oder, wie vor dem ersten NPD-Verbotsverfahren, die Angst vor dem Untergang ihrer Partei. Eine NPD-Veranstaltung zum Thema „Warum Deutschland nationale Politik braucht“ sieht so auch öffentlich anders aus, als wenn sie intern in ihrer Bundeszentrale in der Seelenbinderstraße stattfinden würde, bei der viel radikalere
Vorstellungen geäußert würden. Intern benötigt man keine Umschreibungen, man muss nicht um den
heißen Brei herum reden, beim Kampf ums vierte Reich und gegen alles, was sie nicht als deutsch
defi nieren, ist sich die Partei einig. Am 27.August können sich die drei Herren nicht so viel Ehrlichkeit erlauben, in Bezug auf ihre Vorbilder von 1933. Dennoch agiert die NPD offen antisemitisch und rassistisch. Davon konnte man sich in den vergangenen Sitzungen der Bezirksverordnetenversammlung in Treptow-Köpenick überzeugen.

Wenn Nazis am 27.August im großen Saal des Rathauses eine Veranstaltung durchführen können,
darf der antifaschistische Protest dagegen nicht fehlen. Wir möchten Sie hiermit zum Gegenprotest
einladen.

Für Freiheit und Menschenwürde – Gegen Antisemitismus, Rassismus und die Verherrlichung
des Nationalsozialismus!

Mo | 27.08.2007 ::: 18:00h ::: Neue Krugallee 4 (Bus 166, 167, 265 | 5 min. Fußweg vom S-Bhf. Plänterwald – S8, S9, S85)

Zum Aufruf der Linken

Zum Aufruf der ABSO