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(29.09.2007) RBB-Abendschau

Die NPD und das Fest der Demokratie

Der Bezirk Treptow-Köpenick lud am Sonnabend zwischen 14 und 18 Uhr zum Fest für Demokratie rund um den S-Bahnhof Schöneweide. Das Fest sollte ein friedliches Zeichen für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit sein. Allerdings stellte man sich auf Störungen der rechten Szene ein.

Der Anschlag vom letzten Montag auf das Wahlkreisbüro des Fraktionschefs der Linkspartei im Bundestag, Gregor Gysi, setzte der Büroleiter in direktem Zusammenhang zum Fest.

“Nur einzlene Pöbler, wie es sie auf Bahnhofsvorplätzen wohl immer gibt, sind anzutreffen. Sofort greifen Polizisten mäßigend ein. Ein friedliches Fest sollte es bleiben, das Fest für Demokratie und Toleranz, genau an dem Ort, wo es so oft zu rechter Gewalt kam.

Für Schirmherrschaft sorgt nicht nur die Bezirksbürgermeisterin, sondern auch das Wetter. Phantasie und gute Laune als Waffe gegen Rechtsextremisten, denen – so die Botschaft – die Bürger nicht die Straße überlassen wollen.

Mit dabei ist ein Gymnasium, das offiziell als Schule mit Courage ausgezeichnet wurde, weil sich die Schüler alltäglich gegen Rassismus einsetzen; Kunsthandwerker lehren Selbstbewusstsein, und Gartenfreunde finden braun ekelig, nicht nur beim Gemüse.

Auch Sportler werben gegen Neonazis, machen ihnen Konkurrenz im Kampf um die Herzen der Jugendlichen. Und auch der Gründer des Kinderzirkus, derweil mit Bundesverdienstkreuz geehrt, ist schon im dritten Jahr dabei.

Der Bezirk ist zwar Hochburg der Rechtsextremen, aber dennoch ein Vorbild für andere Bezirke, sagen Experten: An diesem Samstagnachmittag obsiegt die Zivilgesellschaft. Neonazistische Störer werden nicht gesichtet."

Beitrag von Norbert Siegmund

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