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Treptow-Köpenick mobilisiert gegen rechtsextreme Kontinuität

Seit vier Jahren marschieren Rechtsextreme Anfang Dezember in Treptow-Köpenick für ein “nationales Jugendzentrum”.

Der Bezirk stellt sich dieser Provokation durch eine öffentliche und vielfältige Präsenz der demokratischen Kräfte entgegen.

Wie schon in den vergangenen drei Jahren werden Rechtsextreme Anfang Dezember 2006 versuchen, durch Treptow-Köpenick zu marschieren, in diesem Jahr wollen sie in Neukölln enden.

06-12-09_Orientierungsplan

Orientierungsplan | MBR | 2006

Unter dem harmlos anmutenden Motto “Jugend braucht wieder Perspektiven” wollen sie ihrer Forderung nach einem eigenen – rechtsextremen – Jugendzentrum im Süd-Osten Berlins in der Öffentlichkeit Nachdruck verleihen.

Diese kampagnenartige Demonstration der Berliner rechtsextremen Szene und der Einzug der NPD in die BVVen Treptow-Köpenicks und Neuköllns zeigen, dass die rechtsextreme Infrastruktur im Süd-Osten Berlins weiter ausgebaut werden soll.

Dabei versuchen Rechtsextreme auch, mit sozialen Themen eine breitere Akzeptanz in der demokratischen Öffentlichkeit zu finden und insbesondere Jugendliche für ihre Zwecke zu rekrutieren.


Erfreulicherweise steht diesen Bestrebungen eine breite demokratische Öffentlichkeit im Bezirk gegenüber: Seit Jahren thematisieren Bürger/innen und Kommunalpolitiker/innen die rechtsextremen Verankerungsversuche im Bezirk. Sie wollen den Süd-Osten Berlins den Rechtsextremen weder im Alltag noch an Aufmarschtagen überlassen.

Aufgrund der breiten Mobilisierung zu Gegenveranstaltungen zum zu erwartenden rechtsextremen Aufmarsch am ersten Dezember-Wochenende sahen sich deren Organisatoren erstmals gezwungen, ihren traditionellen Aufmarschtermin aufzugeben. Die Rechtsextremen mussten auf das zweite Dezember-Wochenende ausweichen – ein Achtungserfolg für die Zivilgesellschaft!

Aber auch am 09. Dezember werden die Demokrat/innen in Treptow-Köpenick und Neukölln die Hände nicht in den Schoß legen. Sie werden den Rechtsextremen das deutliche Signal senden: Den Feinden der Demokratie wird hier keine Plattform gelassen!

Für dieses Anliegen brauchen die demokratischen Bürger/innen des Bezirks breite Unterstützung der Berliner Bevölkerung. Für alle Bürger und Bürgerinnen Berlins gilt:

Stehen wir auf für Demokratie und zeigen wir, dass die Verbreitung von rassistischer und menschenverachtender Propaganda nicht geduldet wird! Weder auf der Straße noch in den Parlamenten!

Besetzen wir den öffentlichen Raum und zeigen so, dass im Südosten Berlins kein Platz für Rechtsextreme ist.

Treffpunkt: Sonnabend, 9. Dezember 2006 um 10.30 Uhr, Kreuzung Sterndamm | Ecke Groß-Berliner Damm

Aktuelle Informationen finden Sie auf dieser Internetseite und beim

Bezirksamt Treptow-Köpenick

Zum Aufruf des Bezirksamts Treptow-Köpenick

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