Umgang mit Rechtspopulist_innen und Rechtsextremen bei Veranstaltungen und Infoständen

Rechtspopulist_innen und Rechtsextreme auf öffentlichen Veranstaltungen

Befürchten Sie, dass Rechtspopulist_innen oder Rechtsextreme an der von Ihnen organisierten Veranstaltung teilnehmen wollen, um zu provozieren, zu stören und andere Anwesende einzuschüchtern? Haben Sie vielleicht selbst schon einmal die unangenehme Erfahrung gemacht, dass Rechtspopulist_innen oder Rechtsextreme auf Ihrer Veranstaltung mit massiven Wortbeiträgen versucht haben, die Diskussion zu dominieren?

Die so genannte „Wortergreifung“ auf Veranstaltungen demokratischer Akteur_innen gehört seit vielen Jahren zum Aktionsrepertoire der rechtsextremen Szene. Immer wieder versuchen sie auf diese Weise, sich eine Plattform für ihre demokratiefeindliche, menschenverachtende Ideologie zu verschaffen.

Die Fortbildung hilft Ihnen dabei, Vorkehrungen zu treffen, damit Ihre Veranstaltung nicht zur Bühne für rechtspopulistische oder rechtsextreme Inszenierung wird. Wir bieten Argumente und Hilfestellungen für einen Ausschluss von Rechtspopulist_innen und Rechtsextremen, zeigen rechtliche Möglichkeiten auf und geben Tipps für die Vorbereitung und Durchführung.

Dauer: 1 bis 2 Stunden

Umgang mit Rechtspopulist_innen und Rechtsextremen an demokratischen Info- und Wahlkampfständen

Was können Sie tun, wenn Rechtspupulist_innen oder Rechtsextreme sich am Infostand Ihrer demokratischen Partei breit machen? Wie können Sie reagieren, wenn Sie in ein Gespräch über „die Ausländer" verwickelt werden? Und welche Möglichkeiten haben Sie, wenn Sie verhindern wollen, dass sich Rechtspopulist_innen oder Rechtsextreme ausgiebig am Infomaterial bedienen?

Immer wieder suchen Rechtspopulist_innen und Rechtsextreme Info- und Wahlkampfstände demokratischer Parteien auf, um die dort Anwesenden zu verunsichern oder einzuschüchtern. Ein angemessener Umgang gestaltet sich vor allem dann schwierig, wenn von Seiten der Demokrat_innen vorher keine Absprachen über ein gemeinsames Vorgehen und entsprechende Zuständigkeiten erfolgt sind.

Die Fortbildung will dabei helfen, sich auf die Präsenz von Rechtspopulist_innen und Rechtsextremen bei Infoständen vorzubereiten, indem gemeinsame Strategien entwickelt und eigene inhaltliche und kommunikative Kompetenzen ausgelotet werden.

Dauer: 1 bis 2 Stunden

Rechtsextremer Lifestyle – Symbole und Codes

Was hat das T-Shirt mit der Aufschrift 14 zu bedeuten? Kann es sich bei einer Frau mit pinken Haaren tatsächlich um eine rechtsextreme Aktivistin handeln? Was hat es mit MaKss Damage auf sich und ist Thor Steinar eigentlich rechtsextrem?

Rechtsextremer Lifestyle modernisiert sich ständig und öffnet sich – zumindest äußerlich – immer weiteren Jugendkulturen. Selbst Anleihen im HipHop oder Punk sind heute kein Hindernis mehr. Das schafft für Rechtsextreme immer mehr Anknüpfungspunkte – und macht es für andere immer schwieriger, Kleidungsmarken, Symbole und Bands als rechtsextrem(-orientiert)e zu identifizieren.

In der Fortbildung werden zentrale rechtsextreme Codes, Symbole und Outfits entschlüsselt, um dadurch die dahinter stehenden Orientierungen sicherer wahrnehmen zu können. Um angemessen reagieren zu können, sollen zudem Indikatoren für den Einbindungsgrad von Personen in die rechtsextreme Szene vorgestellt werden.

Dauer: 2 bis 3 Stunden

Argumentationstraining gegen rassistische und rechtsextreme Sprüche

Werden im Kneipengespräch immer mal wieder Migrant_innen für die hohe Arbeitslosigkeit und die niedrigen Löhne verantwortlich gemacht? Wird Ihre Nachbarin gezielt beleidigt, weil sie Muslimin ist? Und meint Ihr Arbeitskollege, dass Sarrazin doch eigentlich recht hat?

Rassistische und rechtsextreme Sprüche lösen oftmals Unsicherheiten über das „richtige“ Verhalten und notwendige Reaktionen aus. Wer ihnen wirksam begegnen will, sollte inhaltlich gewappnet sein, die Situation adäquat einschätzen können und sich seiner eigenen Möglichkeiten und Grenzen bewusst sein.

Das Argumentationstraining will inhaltliches und methodisches Handwerkszeug zum angemessenen Umgang zur Verfügung stellen und dadurch die Verhaltenssicherheit der Teilnehmer_innen stärken. Es werden Gegenargumente zu Sprüchen wie „Muslime passen nicht hierher “ oder „Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg“ erarbeitet. Ausgehend von den Erfahrungen der Teilnehmer_innen werden Handlungsmöglichkeiten diskutiert und im Rollenspiel erprobt.

Dauer: 6 bis 8 Stunden

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an info@mbr-berlin.de oder rufen Sie uns an: 030 – 817 985 810.

Wir bieten passgenaue Fortbildungen für Ihre Einrichtung und Situation an. Die Inhalte können immer je nach Bedarf für die Zielgruppe individuell zugeschnitten werden.