Was ist Rassismus?

Was ist Rassismus?

Rassistische Diskriminierung knüpft an schon bestehende Klischees, Vorurteile und Stereotype an. Aber hat nicht jeder Mensch Vorurteile? Ist dann auch jede_r rassistisch? Und was bedeutet das für den Alltag?

Der Workshop wendet sich an alle, die sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung engagieren wollen. Er soll den Teilnehmenden durch unterschiedliche methodische Zugänge die Möglichkeit eröffnen, Gewohntes zu hinterfragen und zu reflektieren. Dabei geht es auch darum, eine Differenzierung der Begriffe „Vorurteile“ und „Rassismus“, aber auch „Ressentiment“, „Ausgrenzung“ und „Stereotype“ vorzunehmen. Gemeinsam wird nach Handlungsmöglichkeiten und –spielräumen gesucht, um auf alltägliche Formen von Rassismus und Vorurteilen reagieren zu können und anhand von Beispielen aus der Praxis verschiedene Reaktionsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Dabei ist zu beachten, dass Rassismus auf mehreren Ebenen wirkt: Auf der strukturellen Ebene wie auf der individuellen Handlungsebene. Ein gemeinsames Nachdenken über Rassismus wird daher diese Ebenen mit einbeziehen.

Auch sind rassistische Äußerungen und Vorfälle nicht vom aktuellen Tagesgeschehen zu trennen. Grade in der Debatte um die Unterbringung von geflüchteten Menschen intervenieren rechtspopulistische und rechtsextreme Akteur_innen mit rassistischen Parolen. Deren Berliner Protagonisten und „Argumentationen“ sollen hier ebenfalls kurz vorgestellt werden.

Dauer: 6 Stunden

Umgang mit Rassismus und flüchtlingsfeindlichen Mobilisierungen

Wird die Eröffnung einer Flüchtlingsunterkunft von Eltern ihrer Kita rassistisch kommentiert? Gibt es in Ihrem Jugendzentrum Besucher_innen, dies sich an „Nein-zum-Heim“-Aufmärschen beteiligen? Engagieren Sie sich in einem Willkommensbündnis für Flüchtlinge und sind mit den Ressentiments Ihrer Nachbar_innen konfrontiert?

Nicht erst die Diskussionen um Containerunterkünfte oder das Auftreten von Pegida und ihren Ablegern haben deutlich gemacht: Rassismus und die Auseinandersetzung damit ist weiterhin ein gesellschaftliches Thema. Im Workshop geht es sowohl um eine Sensibilisierung und theoretische Einordnung zum Thema als auch eine Stärkung der eigenen Handlungssicherheit gegenüber Vorfällen mit rassistischem Hintergrund.

Die Workshops richten sich dabei z.B. an Mitarbeiter_innen von Flüchtlingsunterkünften, Pädagog_innen, die in Schulen oder Jugendeinrichtungen in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften arbeiten oder Mitgliedern von Willkommensbündnissen.

Dauer: 4 bis 7 Stunden

Argumentationstraining gegen rassistische Argumentationsmuster

Werden im Kneipengespräch immer mal wieder Migrant_innen für die hohe Arbeitslosigkeit und die niedrigen Löhne verantwortlich gemacht? Wird Ihre Nachbarin gezielt beleidigt, weil sie Muslimin ist? Und meint Ihr Arbeitskollege, dass Sarrazin doch eigentlich recht hat?

Rassistische und rechtsextreme Sprüche lösen oftmals Unsicherheiten über das „richtige“ Verhalten und notwendige Reaktionen aus. Wer ihnen wirksam begegnen will, sollte inhaltlich gewappnet sein, die Situation adäquat einschätzen können und sich seiner eigenen Möglichkeiten und Grenzen bewusst sein.

Das Argumentationstraining will inhaltliches und methodisches Handwerkszeug zum angemessenen Umgang zur Verfügung stellen und dadurch die Verhaltenssicherheit der Teilnehmer_innen stärken. Es werden Gegenargumente zu Sprüchen wie „Muslime passen nicht hierher “ oder „Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg“ erarbeitet. Ausgehend von den Erfahrungen der Teilnehmer_innen werden Handlungsmöglichkeiten diskutiert und im Rollenspiel erprobt.

Dauer: 6 bis 8 Stunden

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an info@mbr-berlin.de oder rufen Sie uns an: 030 – 817 985 810.

Wir bieten passgenaue Fortbildungen für Ihre Einrichtung und Situation an. Die Inhalte können immer je nach Bedarf für die Zielgruppe individuell zugeschnitten werden.