MBR berät Betroffene sogenannter Feindeslisten

In den vergangenen Tagen erhielten Personen, die sich gegen rechts engagieren, Post vom LKA, genauer von der BAO »Fokus« der Berliner Polizei, die zur rechtsextremen Angriffsserie in Neukölln ermittelt. Der Anlass: auf einem Datenträger des im Zusammenhang mit der Neuköllner Angriffsserie beschuldigten Neonazis Sebastian T. wurden Informationen über diese Personen gefunden.

Die Daten stammen vermutlich von einer sogenannten Feindesliste auf der rechtsextremen Internetseite »Nationaler Widerstand Berlin«, die zwar bereits 2012 gesperrt wurde.

Die MBR berät und unterstützt Betroffene von rechtsextremer Bedrohung und sogenannter Feindeslisten. Personen, die ein entsprechendes Schreiben erhalten haben, können sich telefonisch unter der Telefonnummer 030 817 985 810 oder per Mail an info@mbr-berlin.de melden. Auch Personen, die selbst keine Beratung wünschen, können sich gerne melden – jeder Hinweis kann möglicherweise hilfreich für andere Betroffene sein.

Zudem möchten wir auf unsere Publikation „Wachsam sein! Zum Umgang mit rechten und rechtsextremen Einschüchterungsversuchen und Bedrohungen“ hinweisen. Die Handreichung gibt konkrete Tipps zum Umgang mit Beleidigungen, Hetze, Angriffen und anderen bedrohlichen Situationen – auch zur Prävention, damit sie gar nicht erst geschehen. Die Veröffentlichung wendet sich explizit an Menschen, die neu ins Visier von Rechtsextremen und Rechten geraten sind und die daher meist noch keine oder wenig Erfahrung im Umgang mit solchen Bedrohungen haben.

 

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