Für Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an info@mbr-berlin.de oder rufen Sie uns an: 030 – 817 985 810.

Wir bieten passgenaue Fortbildungen für Ihre Einrichtung und Situation an. Die Inhalte können immer je nach Bedarf für die Zielgruppe individuell zugeschnitten werden.

 

Wenn Neonazis Kinder bekommen

Was tun, wenn Eltern mit einem rechtsextremen T-Shirt in die Kita kommen? Ist es notwendig einzugreifen, wenn Kinder rassistische Beschimpfungen benutzen? Wie sollte das Team reagieren, wenn Jugendliche im Jugendclub erzählen, dass sie an dem Aufmarsch gegen die Flüchtlingsunterkunft teilgenommen haben?

Wenn soziale Einrichtungen mit rassistischem und rechtsextremem Verhalten konfrontiert werden, entsteht häufig die Frage, an welchen Stellen Grenzen gesetzt werden sollen. Wie kann man Betroffene vor Diskriminierung schützen und in der Einrichtung eine Atmosphäre schaffen, in der sich wieder alle wohlfühlen? Die Einrichtung und die Menschen die dort arbeiten, können mit einer eindeutigen Positionierung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus signalisieren, dass alle Eltern, Kinder, Jugendliche, Auszubildende und Kolleg_innen willkommen sind.

Dauer: 2 bis 6 Stunden, je nach Bedarf

Fortbildungen für Lehrer_innen in Oberstufenzentren

Werden in Pausengesprächen immer wieder Migrant_innen für die hohe Arbeitslosigkeit und die niedrigen Löhne verantwortlich gemacht? Wird einer Ihrer Kollegen beleidigt, weil er Muslim ist? Und wie ist eigentlich der Kollege mit den Runen auf dem T-Shirt einzuschätzen, der gern gegen die „EU-Diktatur“ wettert?

Rassistische oder antisemitische Einstellungen und Verhaltensweisen, egal ob im Berufsalltag oder im persönlichen Umfeld, lösen oft Unsicherheit über die richtige Reaktion aus. Ziel der Workshops ist es daher, die Kompetenzen der Teilnehmer_innen im Umgang mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus zu erhöhen und ihre Verhaltenssicherheit zu stärken. Dazu gehört einerseits die Vermittlung von Hintergrundwissen und andererseits die gemeinsame Entwicklung von situationsbezogenen Handlungsmöglichkeiten.

Dauer: 2 bis 6 Stunden

Aktueller Antisemitismus – Eine Herausforderung für die Schule

Wie ist es einzuschätzen, wenn das Wort Jude als gängiges Schimpfwort auf dem Schulhof gebraucht wird? Was bedeutet es, wenn Hitler für seinen Antisemitismus gepriesen wird – von Jugendlichen, die in Deutschland von Rassismus betroffen sind? Wie ist zu reagieren, wenn in Bezugnahme auf den Nahost-Konflikt der Holocaust relativiert wird?

Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmenden praxisrelevante Einsichten in Zusammenhänge zwischen antisemitischen Äußerungen und gesellschaftlichen Bedingungen zu ermöglichen, um daraus entsprechende Handlungsoptionen zu entwickeln.

Zu Beginn des Workshops wird in aktuelle und historische Erscheinungsformen des Antisemitismus eingeführt. Im Anschluss werden anhand eines Musikvideos Identitätskonstruktionen, Israelbezogener Antisemitismus, sowie die Verschränkung von Rassismus und Antisemitismus analysiert.

Am Nachmittag findet ein sogenanntes Lernbuffet statt: die Teilnehmenden werden mit Hilfe verschiedener Materialien, welche teilweise auch im Unterricht eingesetzt werden können, Diskussionsfragen zum Thema bearbeiten.

Dauer: 7 Stunden

 

Vortrag: Rechte und rechtspopulistische Herausforderungen für die demokratische Kultur

Was ist eigentlich “rechts”, was “rechtspopulistisch”? Inwiefern unterscheiden sich derartige Positionen von rechtsextremen, wie sie zum Beispiel von der in weiten Teilen neonazistisch geprägten NPD vertreten werden? Was sind zentrale rechtspopulistische Programmpunkte und Strategien; wie kann diesen argumentativ und politisch begegnet werden?

In den letzten Jahren hat es in der Bundesrepublik mehrere Versuche gegeben, rechtspopulistische Parteien zu etablieren. Einige davon, wie die „Schill-Partei“ in Hamburg, “Pro NRW” oder “Bürger in Wut” in Bremen spielten nur regional eine Rolle. Im Gegensatz dazu konnte die 2013 gegründete “Alternative für Deutschland” (AfD), eine rechtspopulistische, inzwischen teilweise rechtsextrem geprägte Partei, ins europäische Parlament, den Bundestag, die meisten Landesparlamente und zahlreiche kommunale Gremien einziehen.

Im Umgang mit dem neuen und nicht mehr ganz so neuen Rechtspopulismus herrscht oft theoretische und praktische Verunsicherung. Argumente und Konzepte, die in der Auseinandersetzung mit der NPD entwickelt wurden, erweisen sich als ungeeignet.

In der Fortbildung geht es darum herauszuarbeiten, warum rechtspopulistische Parolen und Positionen mit einer menschenrechtsorientierten, demokratischen Kultur unvereinbar sind und wie darauf reagiert werden kann. Dazu ist es unabdingbar, das eigene Verständnis von Demokratie und Solidarität zu schärfen und eigene demokratische Standpunkte zu den von rechtspopulistischer Seite aufgeworfenen Themen zu formulieren. Thematisiert werden die nationalistischen, rassistischen, homosexuellenfeindlichen und antifeministischen Vorstellungen von Gesellschaft, die Rechtspopulist_innen in ihrer politischen Praxis ausdrücken.

Vortrag und Diskussion, Dauer: 2 Stunden

 

Rechtsextremer Lifestyle – Symbole und Codes

Was hat das T-Shirt mit der Aufschrift 14 zu bedeuten? Kann es sich bei einer Frau mit pinken Haaren tatsächlich um eine rechtsextreme Aktivistin handeln? Was hat es mit MaKss Damage auf sich? Und ist Thor Steinar eigentlich rechtsextrem?

Rechtsextremer Lifestyle modernisiert sich ständig und öffnet sich – zumindest äußerlich – immer weiteren Jugendkulturen. Auch Musikgenres wie HipHop oder Punk sind Teil rechtsextremer Jugendwelten. Das schafft für Rechtsextreme immer mehr Anknüpfungspunkte – und macht es für andere immer schwieriger, Kleidungsmarken, Symbole und Bands als rechtsextreme zu identifizieren.

In der Fortbildung werden zentrale rechtsextreme Codes, Symbole und Outfits entschlüsselt, um dadurch die dahinter stehenden Orientierungen sicherer wahrnehmen zu können. Um angemessen reagieren zu können, sollen zudem Indikatoren für den Einbindungsgrad von Personen in die rechtsextreme Szene vorgestellt werden.

Dauer: 2 bis 3 Stunden

 

Argumentationstraining gegen rassistische und rechtsextreme Sprüche

Werden im Kneipengespräch immer mal wieder Migrant_innen für die hohe Arbeitslosigkeit und die niedrigen Löhne verantwortlich gemacht? Wird Ihre Nachbarin gezielt beleidigt, weil sie Muslimin ist? Und meint Ihr Arbeitskollege, dass Sarrazin doch eigentlich recht hat?

Rassistische und rechtsextreme Sprüche lösen oftmals Unsicherheiten über das „richtige“ Verhalten und notwendige Reaktionen aus. Wer ihnen wirksam begegnen will, sollte inhaltlich gewappnet sein, die Situation adäquat einschätzen können und sich seiner eigenen Möglichkeiten und Grenzen bewusst sein.

Das Argumentationstraining will inhaltliches und methodisches Handwerkszeug zum angemessenen Umgang zur Verfügung stellen und dadurch die Verhaltenssicherheit der Teilnehmer_innen stärken. Es werden Gegenargumente zu Sprüchen wie „Muslime passen nicht hierher “ oder „Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg“ erarbeitet. Ausgehend von den Erfahrungen der Teilnehmer_innen werden Handlungsmöglichkeiten diskutiert und im Rollenspiel erprobt.

Dauer: 4 bis 6 Stunden

 

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