Lichtenberg

Wie in kaum einem anderen Bezirk findet sich in Lichtenberg-Hohenschönhausen eine Vielfalt an rechtsextremen Erscheinungsformen.
Laut Erfassungen des Landskriminalamtes hält der Bezirk im Jahr 2004 die Spitzenstellung rechtsextrem-motivierter Gewalttaten.

Schwerpunkte rechtsextrem-motivierter Übergriffe: Hohenschönhausen-Nord und ÖPNV-Linien

Nach zivilgesellschaftlichen Erhebungen – d.h. der Sammlung von Übergriffen, die in Medien oder durch Betroffene mitgeteilt wurden – stellten Hohenschönhausen-Nord und Linien des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) besondere Schwerpunkte dar.

Infrastruktur und Treffpunkte in Lichtenberg-Hohenschönhausen

In Lichtenberg-Hohenschönhausen existiert eine ausdifferenzierte Landschaft an Infrastruktureinrichtungen und Treffpunkten, die durch Rechtsextreme bzw. Rechtsextrem-orientierte genutzt werden können: Kneipen, Läden, Tatoostudios und Sporteinrichtungen.

Brennpunkt Weitlingviertel

Besonders das Weitlingviertel hat sich in jüngster Zeit nochmals verstärkt zu einem Brennpunkt entwickelt. Aufgrund zahlreicher, rechtsextremer Positionierungen akzeptierender Gewerbetreibender und einer verbreiteten rechtsextremen Einstellung innerhalb der Bevölkerung, wird dieser immer häufiger von Rechtsextremen als Wohnort gewählt – mehrere von Rechtsextremen verursachte Übergriffe im Weitlingviertel belegen den Zusammenhang von Wohn- und Aktionsort.

Karlshorst als neuer Problemschwerpunkt

Im Jahr 2005 hat sich der bislang äußerst unauffällige Ortsteil Karlshorst mit einer Reihe von Übergriffen zum Problemschwerpunkt entwickelt. Hierbei ist von einer multikausalen Gefährdung auszugehen. Die unterschiedlichen Verursacher von rechtsextrem-motivierten Übergriffen sind in der Berliner rechtsextremen Szene, in der lokalen Graffiti-Szene sowie in einer lokalen rechtsextrem-orientierten Jugendgruppe zu sehen.

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